SAOU TANAKA

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TEXTS #0,5 / AMANUENSIS

 

 

MY SO-CALLED LIFE & NEWS

 

LEGAL

Meine erste Erfahrung mit dem Internet hatte ich durch meinen Vater. Er hatte sich einen grauen Computer mit ein bunten Apfel drauf gekauft. Die Maschine war laut und machte immer komische Geraüsche, wenn sie sich mit dem Internet verbunden hat. Nach den Geräusch war eine neue Welt da. Ich hatte Zugang zu etwas Fremden, das mich neugierig gemacht hat, doch mit mir hatte es nichts zu tun, Die Leute, die es erzeugt haben waren mir egal und die, die online waren, waren anonym, unter Pseudonym. Ich hatte auch ein Pseudonym. Weil man auf keinen Fall seinen echten Namen verwenden durfte. Diese graue Maschine war nur ein Portal zu diese Welt. Wenn sie aus war, war sie auch nicht mehr präsent.

#0,5 (2014)

text as Utodysto Tanakova

 

 

ich kenne die zeit vor dem internet nicht

 

ich kenne die ursprünglichen 1.0 utopien und ihre ideale nicht

 

ich lebe in einer zeit in der sich das internet nicht mehr gut anfühlt

 

ich habe eine sehnsucht nach den idealen und utopien die ich nicht kenne

was ich besser kenne ist die dystopie, die auf die jetzige situation folgen könnte

 

also mache ich mich auf die suche nach den alten idealen

 

daraus könnte ich eine neue utopie entwickeln

diese soll sich grundlegend von der dystopie unterscheiden

 

ich bin jetzt also irgendwie nostalgisch, ohne zu wissen wonach

es soll nur nicht so sein wie das wovor ich angst habe

 

Ich kann mir vorstellen, dass es besonders wichtig wäre, wieder manches offenzulassen,

lücken und fehler zu erzeugen